Ein Traum, wenn sie funktioniert. Ein Albtraum, wenn nicht. Menschen springen wegen ihr vor Züge und von Häusern, werden zu Stalkern und klettern auf Bäume, werden zu Suchtkranken und fallen ins Bodenlose, werden von gestandenen Männern und Frauen zu verzweifelt schreienden Babys. Trotzdem sehen wir uns nach ihr, wenn wir sie nicht haben. Also melden wir uns in Dating-Portalen an, in denjenigen für Singles mit Niveau und für alle Fälle auch in denen für Singles ohne Niveau, stecken uns Rosen als Erkennungszeichen zwischen die Zähne, gehen ins Fitnessstudio und zum Yoga, um noch attraktiver zu werden, flirten auf Tanzflächen, kochen in Volkshochschulkursen mit anderen Lonely Hearts, kichern dort ganz verwegen, wenn die Leiterin was von aphrodisierenden Zutaten sagt, kaufen zum ersten Mal seit Jahrzehnten unser Parfüm nicht bloß im Penny, am besten gleich was mit Pheromonen, lesen Bücher darüber, wie wir zu Verführungskünstlern werden, zeigen uns von der besten Seite oder sogar von Seiten, die wir eigentlich gar nicht haben … … und bleiben unterm Strich doch allein. Warum nur klappt das nicht mit der Beziehung? Warum nur sind wir zwischen all den Paaren übrig geblieben wie die letzte schimmelige Kartoffel auf dem Markt? Ein Grund kann Angst sein. Eine gut getarnte Angst, gekleidet in verquere Ansprüche und verqueres Verhalten. Fürchtest Du Dich vor einer Beziehung? Liebst die Jagd mehr als die Liebe, das Suchen mehr als das Finden. Wie die Sammler, die für den letzten fehlenden Gartenzwerg aus der Philipp-Lahm-Edition töten würden, doch sobald sie ihn haben, lassen sie ihn in der Vitrine vereinsamen. Du lernst jemanden kennen, schöne Tage, schöne Nächte … aber auch schön schnell wieder vorbei. Weil Du gelangweilt bist, bereits in der dritten Nacht den Namen des Anderen höchstens noch gähnst, während Du über den Gartenzwerg nachdenkst, der Dich irgendwie schon die ganze Zeit so vorwurfsvoll aus der Vitrine anstarrt. Also auf ins nächste Abenteuer, das ja doch keins ist. Dieser perfekte Partner, die Prinzessin im wehenden Sommerkleid, der Prinz auf dem galoppierenden Pferd. Die Frisur ist ihr egal. Die ewige Suche nach dem Menschen, bei dem alles passt — alles, was in unserem Anforderungskatalog steht. Natürlich führt sie nie zum Ziel. Oder eben doch, zu dem einen Ziel, das ihr zugrunde liegt: Man muss sich nie einlassen, wenn es scheinbar nie jemanden gibt, für den sich das lohnen könnte. Die vielleicht ihr Bett mit Dir teilen wollen, aber nicht ihr Herz und nicht ihr Leben. Tust Du vielleicht aber gar nicht, willst ihn in Wahrheit nicht zurück, hast damit längst abgeschlossen, willst nur keinen neuen Schmerz mehr riskieren und flüchtest daher in die Vergangenheit. Ein vorgeschobener Grund, der selbstbestimmter scheint und daher leichter zu akzeptieren ist als die Einsicht: Ich habe große Angst. Gegenseitiges Interesse, Herzklopf-Blicke, die wärmsten und heißesten Zeiten zusammen. Doch je süßer das Zusammensein, umso bitterer verteidigt man die Zeit des Getrenntseins, will die eigene Kontrolle zurückhaben. In der man immerhin nicht mehr vom Anderen abhängig ist. So viele Weisen, wie wir um die Angst herumtanzen, die in der Mitte unerkannt die Fäden in der Hand hält, uns anhält zur Vorsicht, uns abhält von der Liebe. Aber wovor genau fürchten wir uns? Je mehr wir haben, desto mehr haben wir zu verlieren. Wo treibt sie sich rum und mit wem? Umso mehr, je weniger liebenswürdig wir uns selbst finden und je mehr wir uns für bestimmte Körperteile, Krankheiten, Neigungen oder Erfahrungen schämen, die wir in einer tiefen Beziehung nicht ewig verstecken können. So, wie wir aus Angst vor einem Bären Hals über Kopf davonlaufen, der uns die Organe mit seiner Tatzen zerfetzen könnte, so laufen wir vor einer Beziehung davon, die uns das Herz zerfetzen könnte. Ist mal wieder leichter geschrieben als getan. Im nächsten Schritt können wir uns klarmachen, dass es ganz ohne Angst nie gehen wird, uns auf einen Anderen einzulassen. Und je länger wir warten, umso mehr schwillt sie an. Gleichzeitig können wir daran denken, dass wir nie vollständig ausgeliefert sind. Es steht in unserer Macht, einen neuen Weg einzuschlagen, wenn der alte zu viele spitze Steine und Schluchten bereithält. Und wir können lernen,. Über das Gegenteil kannst Du hier lesen:. Ich finde mich eigentlich in keinem dieser Punkte wieder. Also habe ich keine Angst? Ich verliebe mich zwar, aber nur weil der Mann jetzt nicht dieselben Gefühle für mich hat, ist er ja grundsätzlich nicht ein schlechter Mensch? Das ist mir inzwischen schon des Öfteren passiert — auch umgekehrt. Und so schmerzhaft es auch sein kann, vermutlich gehört das zum Leben dazu: längst nicht immer empfinden beide dasselbe oder überhaupt etwas für einander. Natürlich ist der Andere dann kein schlechter Mensch, warum sollte er es denn sein? Ich finde, die Skepsis ist kein Fehler sondern ein ganz natürliches Ding … wenn man häufiger enttäuscht wurde, ist man klar vorsichtiger, das ist doch menschlich. Solange Dich das nicht daran hindert, auf Männer zuzugehen und es trotz Skepsis auch immer wieder zu probieren, finde ich das überhaupt nicht schlimm, wenn Du mich fragst. Weil dein Ego dann einsehen müsste, dass du ein wunderschönes liebenswertes Wesen bist und nicht der Versagerhonk. Was wäre denn, wenn du strahlen würdest? So schrieb ich es grad in meinem Buch. Monktim ich find dich klasse, wir sind sehr synchron. Nur all zu oft machen wir einen auf cool und unnahbar. So machen wir es anderen schwer an uns ran zu kommen, bzw. Das sich dann niemand in uns verliebt ist kein Wunder. Wir sollten das Wissen, dass wir verletzbar sind genießen. Ein toller Artikel mit wertvollen Gedanken. Ich will das zerbrechliche und dennoch wunderbare Kartenhaus der Liebe nicht vereinfachen. Doch im Grunde gibt es eine wesentliche Fähigkeit, auf dessen Fundament die Liebe steht. Und das ist die Fähigkeit des Vertrauens. In einem Buch eines sehr bekannten Yoga-Lehrers steht es sehr gut beschrieben. Der Lehrer sagt, dass die meisten Menschen nach links und rechts zur Seite lieben. Doch wir sollten nach innen und nach unten lieben. Wie ein Baum der seine Wurzeln in den Boden wachsen lässt. Dadurch entsteht eine tiefe Verwurzelung zu uns selbst und dem Leben an sich. Dann beginnen wir fester zu stehen und fühlen uns stabil. Und genau diese tiefe Stabilität formt das Vertrauen in uns selbst als Mensch. Und in unsere eigene Wertigkeit — der Wert geliebt werden zu können und noch wichtiger: Auch liebe als Wert abgeben zu können. Und dieses Vertrauen entsteht durch Selbsterkenntnis. Und der Weisheit, dass das was man erkannt hat, dann auch anzunehmen. Ich fahre mit dieser Erkenntnis mittlerweile sehr gut. Und jede weitere Minute von Yoga- und Meditation lassen meine Wurzeln des Vertrauens weiter wachsen. Und dieses Vertrauen löste meine Ängste auf. Auch die Ängste die Du gerade beschrieben hast. Auf dieser Ebene eine allgemeingültige Definition zu finden, ist super schwer. Ich spreche hier viel mehr von der Form der Selbsterkenntnis, die in westlichen Lebenslehren thematisiert und praktiziert wird. Dort ist sie eine subjektive und individuelle Erfahrung die von innen kommt. Wie kann der Mensch etwas verstehen wollen, wenn es der Verstand ist der danach fragt. Ontologie, Kosmologie Theologie, Phantasie und bitte nicht vergessen, die spirituelle Überheblichkeit, Hingabe und Psychose n. Mir gehts supi, hellooo,,hab meine Schule in MusicProduction beendet und gehe weiter mit kleinen Schritten in meine Zukunft. Morgen muss ich nach Germany, mein Pass läuft ab und brauche einen neuen. Drück Dich von weitem, und noch viel Erfolg beim Schreiben. Im gegensatz zu den kerlen die mich mit dem arsch nicht angucken. Auch ich hatte noch vor einiger Zeit Angst — Angst vor einem neuen Partner, vor neuen Verletzungen usw. Verständlicherweise ist das normal, je öfter man schlechte Erfahrungen gesammelt hat. Ich finde, der einzige Ausweg daraus ist einfach nur die Angst anzunehmen und anzuerkennen, dass sie nun mal da ist und uns beschützen will. Wenn wir sie voll und ganz akzeptiert haben und man selbst in sich ruht, sich und seine Unvollkommenheiten akzeptiert hat, dann können wir auch so viel Gelassenheit, Vertrauen und vor allem Mut entwickeln und aufbringen, sich auf etwas neuen einzulassen, denn Liebe und Angst sind nun mal untrennbar. Es ist wichtig, sich das bewusst zu werden. Und dann mit der inneren Stärke und dem Mut, dass es klappen wird, klappt es auch, nicht wahr? Und ich glaube, ich werde dir jetzt mal folgen nicole Hi, ich bin Tim. Ich will frei sein. Zeit für das wirklich Wichtige haben. Seit sechs Jahren lebe ich nun von meinen Websites.