Der Inhalt dieses Artikels ist nicht mehr aktuell und nur noch für solche Leser von Interesse, die sich für die Geschichte des Hang interessieren. Aktuelle Informationen zum Erwerb eines Hang findest du im Artikel in der Hangbibliothek. Wahrscheinlich liest du diesen Artikel, weil du wissen möchtest, wie und wo du ein Hang kaufen kannst. Vielleicht hast du auf der Straße einen Hangspieler gesehen und warst vom Klang des Hangs fasziniert. In dir keimte der Wunsch, selbst auf diesem klingenden Bauch spielen zu können. Vielleicht hast du auch schon erfahren, dass das Hang weder in Musikläden noch im Versandhandel oder Internetshop zu kaufen ist. Auch eine Website der Hangbauer von PANArt hast du vielleicht schon vergeblich gesucht. Manche Menschen reagieren auf diese Situation irritiert, verunsichert oder gar ärgerlich. Sie befürchten, es gäbe vielleicht gar keine Möglichkeit, zu einem eigenen Hang zu kommen und argwöhnen, die Hangbauer von PANArt würden eine elitäre Attitüde pflegen. Wer die Gelegenheit hatte, Sabina Schärer und Felix Rohner persönlich kennenzulernen, weiß, dass diese Vermutung fernab der Wirklichkeit ist. Aber warum ist es nicht möglich, bei Instrumentenhändlern ein Hang zu kaufen oder es in einem Internetshop zu bestellen? Um dies zu verstehen, ist es hilfreich etwas über die Geschichte des Hangs und seine Verbreitung zu erfahren. Im Januar 2000 erblickte das Hang das Licht der Welt, geboren aus der Idee, die Eigenschaften der indischen Ghatam und der Steel Pan aus Trinidad in einem Instrument zu vereinen. Felix Rohner und Sabina Schärer hatten zuvor etliche Jahre Steel Pans gebaut und getuned und viel Zeit und Kreativität in die Erforschung und Entwicklung eines Materials gesteckt, dass ihre Anforderungen an den Bau guter Steel Pans erfüllte. Das Ergebnis war die Verwendung vorgefertigter, tiefgezogener Rohlinge aus Stahlblech, die einem Härtungsverfahren im Brennofen Gasnitrieren unterzogen wurden. Solche Rohlinge wurden auch das Ausgangsmaterial für den Bau des Hang. Im Jahr 2001 stellten die Hangbauer ihr neues Instrument auf der Frankfurter Musikmesse vor. Sie eröffneten auch eine eigene Website, auf der sie über das Hang informierten. Das große Interesse, das daraufhin aus aller Welt auf sie zukam, hatten sie nicht erwartet. Das Hang war in der Lage, viele Menschen spontan zu berühren und in seinen Bann zu ziehen. In den folgenden Jahren entstand ein internationales Händlernetz, über das die Instrumente in den jeweiligen Regionen vertrieben wurde. Bis Ende 2005 wurden 4300 Hanghang gebaut und verkauft. Es waren nur zwei Menschen, die dem weltweiten Interesse am Hang gegenüberstanden. Zwei Hände mussten den Klang ins Stahlblech einhämmern und diese Hände waren nur begrenzt belastbar. Ein weiterer Gesichtspunkt wurde immer drängender: Die klanglichen Möglichkeiten des Hangs waren noch längst nicht erforscht und ausgeschöpft. Die Erfordernisse der Produktion hoher Stückzahlen ließ sich nicht länger mit dem notwendigen Freiraum in Einklang bringen, der für die Weiterentwicklung des Instrumentes erforderlich war. Es gelang ihnen, den Grundton Ding von F auf D abzusenken und den neuen Instrumenten einen wärmeren Sound zu geben. Die neue Beschichtung aus Messing machte das Hang unanfälliger gegen Verstimmung. Eine Konsequenz dieses Qualitätsfortschritts war allerdings ein aufwendigerer Produktionsprozess. Es war nicht mehr möglich, die Produktionszahlen der vorangehenden Jahre aufrechtzuerhalten. Wie sollten die Hangbauer mit dieser Situation umgehen? Sie entschieden sich, das internationale Händlernetz aufzugeben und ihre Website zu schließen. Fortan, war es erforderlich nach Bern zu reisen und sich sein Hang im Hanghaus an der Aare persönlich auszusuchen. Eine weitere Änderung ließ diese Vorgehensweise sinnvoll erscheinen: Während das Hang der ersten Generation in bis zu 45 verschiedenen, feststehenden Tonskalen gebaut wurde, unter denen der Interessent bei der Bestellung wählen konnte, gaben die Hangbauer beim Hang der neuen Generation die Orientierung an vorgegebenen Skalen auf. Auf jedem Hang waren nun die Töne D3 Ding , A3, D4 und A4 zu finden. Die übrigen Töne wählten die Hangbauer beim Tuning jedes einzelnen Instruments nach eigenem Ermessen. Durch eine veränderte Anordnung der Tonfelder auf der Oberseite des Hangs erzielten sie einen klareren Klang und eine stärkere Abstrahlung der Töne. Sie vervollkommneten das Hang weiter in Richtung eines Instruments, bei dem es weniger auf die Virtuosität ankommt, als auf ein intuitives Spiel der Hände das dem Hören auf den Hangklang mit seinen starken Quintenobertönen Raum lässt. Im Februar 2008 schlug PANArt ein neues Kapitel in der Geschichte des Hangs auf, und stellte eine weitere Entwicklungstufe ihres Blechklanginstrumentes vor: Das Integrale Hang. Übersieht man die verschiedenen Stadien